Holstentorturnier 2026: Drei intensive Turniertage im Brügmanngarten
Hinter uns liegt ein Holstentorturnier, das uns viel Kraft, Zeit und Energie abverlangt hat – und an das wir uns zugleich wegen vieler schöner Begegnungen, hochklassiger Spiele und einer besonderen Atmosphäre gerne erinnern werden. Erstmals haben wir das Holstentorturnier über drei Turniertage ausgetragen. Schon am Donnerstag und Freitag nutzten viele früh angereiste Spielerinnen und Spieler die vorbereiteten Bahnen zum freien Spiel. Am Samstag startete das Triplette, am Sonntag folgte das Doublette. Beide Wettbewerbe wurden bis einschließlich der Halbfinals gespielt. Der Montag gehörte dann ganz den Finalspielen: Um 09:00 Uhr begannen die vier Doublette-Finals, um 11:00 Uhr folgten die vier Endspiele im Triplette. Dieses Konzept hatten wir lange vorbereitet und bereits frühzeitig angekündigt.
482 Teams im Triplette, 512 im Doublette Am Samstag gingen 482 Triplette-Teams an den Start. Der Wettbewerb wurde als DPV-Master ausgetragen und war entsprechend stark besetzt. Am Sonntag folgte das mit 512 Teams vollständig ausgebuchte Doublette. Damit verzeichneten wir an den beiden Hauptturniertagen insgesamt 994 Teamstarts. Auch in diesem Jahr konnten wir Spielerinnen und Spieler aus zahlreichen Ländern in Travemünde begrüßen. Gerade die Mischung aus langjährigen Gästen, neuen Gesichtern, Spitzenspielern und Freizeitteams macht für uns den besonderen Charakter des Holstentorturniers aus.
Erstmals vollständig digital Eine weitere Premiere war die vollständige Turnierdurchführung mit Pétanque-Online. Die Teams erhielten über ihren persönlichen Zugang alle Informationen zur nächsten Bahn, zur folgenden Begegnung und zum jeweiligen Gegner. Die Ergebnisse wurden direkt nach den Spielen digital eingetragen und anschließend vom gegnerischen Team bestätigt. Auf die bisher üblichen Ergebniszettel an den Bahnen konnten wir dadurch verzichten. Eine Umstellung dieser Größenordnung war für uns im Vorfeld durchaus mit Anspannung verbunden. Umso mehr haben wir uns darüber gefreut, dass die digitale Durchführung insgesamt sehr gut funktioniert hat. Diesbezüglich geht auch ein großes Dankeschön an Markus Himken, der uns jederzeit hilfestellend zur Seite stand und uns bei Unklarheiten tatkräftig unterstützte! Für die spielenden Teams waren unsere Helferinnen und Helfer auf dem gesamten Gelände unterwegs, beantworteten Fragen und unterstützten dort, wo Hilfe benötigt wurde.
Gut 600 Menschen beim Finaltag Am Montag wurden alle acht Endspiele auf den zentralen Finalbahnen ausgetragen. Insgesamt waren es gut 600 Zuschauerinnen und Zuschauer, so dass die 400 Tribünenplätze schnell belegt waren und viele dann noch rund um die Spielfelder standen und saßen. Die Stimmung war hervorragend. Viele Spielerinnen und Spieler haben uns zurückgemeldet, dass sie sich bei uns wohlgefühlt haben und mit dem Ablauf zufrieden waren. Auch aus dem Publikum erhielten wir viel Lob für die Atmosphäre, die Tribüne und den Rahmen der Finalspiele. Das sehr gute Wetter trug ebenfalls zu einem gelungenen Turnierwochenende bei. Bedauerlich war, dass Sönke Backens und Robin Stentenbach das Triplette-A-Finale nur zu zweit bestreiten konnten, da Matthias Laukart seinem Team aufgrund seiner Teilnahme an der Turnierserie Masters de Pétanque in Spanien am Montag nicht mehr zur Verfügung stand. Nicht die sportliche Entscheidung oder die Teilnahme an einem anderen hochklassigen Wettbewerb war für uns das eigentliche Problem. Enttäuscht hat uns vielmehr, dass wir erst während des laufenden Turniers über die bereits feststehende Abreise informiert wurden. Gerade angesichts der vielen zusätzlichen ehrenamtlichen Stunden, die unsere Helferinnen und Helfer für den Finaltag aufgebracht hatten, hat dies bei einigen von uns auch persönliche Enttäuschung hinterlassen.
Die Siegerteams im Doublette
Das A-Turnier gewannen Miguel Moreno Riojas und Jorge Martinez Pladelasala. Im Finale setzten sie sich gegen Oscar Hodonou und Moustain Adeniyi durch.
Im B-Turnier siegten Paul Franke und Daniel-René Rathe vor Remko de Jong und Sandra Guilleron.




Das C-Turnier gewannen Henrik Vedel und Jean Claude Aissa. Finalisten waren Tom Wierzoch und Thomas Boensch.
Im D-Turnier setzten sich Anette Ramm-Ericson und Mikael Larsson gegen Rasmus Elvekjær und Sebastian Bidstrup durch.




Die Siegerteams im Triplette
Das A-Turnier gewannen Sylvain Ramon, Marc Wildeboer und Didier Fifi. Im Finale trafen sie auf Sönke Backens, Matthias Laukart und Robin Stentenbach.
Sieger des B-Turniers wurden Lisa Bischoff, Christian Birk und Victor Bockelmann. Im Endspiel standen ihnen Marec Basler, Lukas Rüter und Julia Reimers gegenüber.




Das C-Turnier gewannen Zavatsilavina Philibert Andriamanantenasoa, Zoharilova Randrianarisoa und Ladison Solofoniaina Tiana vor Anja Deubel, Carsta Glaser und Hannes Eberspach.
Im D-Turnier siegten Eric Ivstrand Jonsson, Anton Aletorn und Thomas Bursell gegen Anni Hejendorf Kulmback, Claus Hejendorf Kulmback und Thilo Clausen.




Wir gratulieren allen Siegerinnen, Siegern und Finalteams herzlich!
Fast 10.000 Aufrufe der Livestreams Boule4u übertrug die Finalspiele per Livestream. Bis zum Mittwoch nach dem Turnier wurde der Doublette-Livestream 5.276-mal aufgerufen. Der Triplette-Livestream erreichte bis dahin 4.657 Aufrufe. Zusammen kamen die beiden Übertragungen damit innerhalb weniger Tage auf 9.933 Aufrufe. Ptank.de begleitete das Holstentorturnier zudem mit einer umfangreichen Berichterstattung. Wir bedanken uns bei Boule4u und Ptank.de für die intensive Begleitung und dafür, dass die Spiele und die Atmosphäre aus Travemünde auch weit über den Brügmanngarten hinaus sichtbar wurden.
Rund 1.500 Stunden ehrenamtliche Arbeit Was während des Turniers zu sehen ist, ist nur ein Teil der Arbeit. Die Vorbereitungen beginnen viele Monate vorher, und auch mit dem letzten gespielten Finale ist das Turnier für uns noch nicht beendet. In unserem Holstentorturnier 2026 stecken rund 1.500 Stunden ehrenamtlicher Arbeit – von den ersten Vorbereitungen und der Anmeldung über die Turniertage bis zum Aufräumen nach dem eigentlichen Abbau. Rund 30 Helferinnen und Helfer waren an der Vorbereitung und Durchführung beteiligt. Bahnen mussten vorbereitet, Material transportiert, Technik aufgebaut, Abläufe geplant und die digitale Turnierdurchführung eingerichtet werden. Während des Turniers kamen die Arbeit der Turnierleitung, die Unterstützung der Teams, die Betreuung der Finalbahnen und der Tribüne, die Reinigung und viele weitere Aufgaben hinzu. Dabei müssen regelmäßig auch kurzfristige Probleme gelöst werden. So fiel unmittelbar vor dem Turnier die vorgesehene Unterstützung für die Reinigung aus. Innerhalb kurzer Zeit musste eine neue Lösung organisiert und sichergestellt werden, dass die notwendigen Reinigungsdienste an allen Turniertagen zuverlässig durchgeführt werden konnten. Solche Situationen bleiben für die meisten Gäste unsichtbar, erfordern im Hintergrund aber zusätzliche Zeit, Abstimmung und Energie.
Der eigentliche Abbau ist inzwischen abgeschlossen. Das Reinigen, Sortieren, Kontrollieren und Einlagern des Materials zieht sich jedoch noch durch die gesamte Woche nach dem Turnier. Dieser Einsatz ist nicht selbstverständlich. Ohne die vielen Menschen, die freie Tage, Urlaub, Abende und Wochenenden investieren, könnten wir ein Holstentorturnier in dieser Größe und Form nicht ausrichten.
Verlässliche Unterstützung beim Catering Für das Catering war erneut die Farce Crew verantwortlich. Sie begleitet unser Holstentorturnier seit vielen Jahren und versorgte Spielerinnen und Spieler, Gäste sowie unsere Helferinnen und Helfer vom Frühstück am frühen Morgen bis in den Abend. Diese verlässliche und eingespielte Zusammenarbeit ist für uns ein wichtiger Bestandteil des Turniers.
Das Holstentorturnier 2026 wurde ohne Sponsoren durchgeführt.
Danke! Unser größter Dank gilt allen Helferinnen und Helfern, die das Holstentorturnier möglich gemacht haben. Wir bedanken uns ebenso bei den Spielerinnen und Spielern für ihre Fairness und Geduld, bei den vielen Zuschauerinnen und Zuschauern für die besondere Atmosphäre und bei allen, die uns während der intensiven Turniertage unterstützt haben. Nach diesem Turnier sind wir müde. Gleichzeitig freuen wir uns über viele schöne Begegnungen, hochklassigen Pétanque-Sport und die zahlreichen positiven Rückmeldungen.
Wie geht es 2027 weiter? Ob wir das Holstentorturnier im kommenden Jahr erneut ausrichten, wird unsere Mitgliederversammlung im Herbst entscheiden. Sollten wir uns für eine Fortsetzung entscheiden, wäre das nächste Holstentorturnier für den 7. bis 9. August 2027 vorgesehen.
Text: MR ; Bilder/Video: UR,FB,RR
Impressionen vom Holstentorturnier 2026:
NDR Bericht vom Holstentorturnier 2026:
Den Bericht über das Turnier findet Ihr unter folgendem Link (ab Minute 11:08 bis 14:08):

